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Verantwortung im Ehrenamt

Hallo zusammen,

am Wochenende habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten, wie das Ehrenamt und gesellschaftliche Verantwortung zusammenhängen. Mein Freund aus dem Lerntreff vertrat die Meinung, dass jedes Ehrenamt etwas Gutes bewirkt und man dadurch ein Stück Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt. Die Aussage fand ich erst einmal sehr motivierend. Mir kam aber schnell der Gedanke, dass Verantwortung ja auch Verpflichtungen mit sich bringt, das Richtige zu tun. Für mich spielt da auch ein gewisser Druck mit. Ich denke da z.B. an Personen, die sich nur einmalig oder sporadisch in unserem Verein engagieren möchten und damit total zufrieden sind. Wenn ich mit ihnen über Verantwortung für die Gesellschaft rede, dann würden sie sich nicht wohl dabei fühlen, glaube ich…

Auf der einen Seite finde ich es super, die gesellschaftliche Verantwortung eines Ehrenamts zu betonen und dadurch auch Wertschätzung zu vermitteln. Auf der anderen Seite habe ich Sorge, dass manche Ehrenamtler dadurch abgeschreckt oder überfordert werden können.

Wie seht ihr das Thema? Gesellschaftliche Verantwortung des Ehrenamts betonen und sichtbar machen oder doch lieber dem Engagement seinen freien Lauf lassen und die gesellschaftliche Verantwortung nicht erwähnen?