Zahlreiche Kinder aus armen Familien müssen entweder ganz oder halbtags arbeiten und gehen körperlich schweren Tätigkeiten nach (zum Beispiel als Müllsammler*in, in Autoreparaturwerkstätten, als Wasser- und Munitionsträger*in für die Kriegsparteien oder als Straßenverkäufer*in). Um doch eine Art formellen Nachweis über eine Schulbildung zu erhalten, werden viele Kinder offiziell eingeschrieben. Vielfach werden dann Lehrer*innen bestochen, um die Kinder in der Schülerliste zu halten oder an ein Zeugnis zu kommen. Das heißt, dass ein solches Zeugnis nicht immer und in jedem Fall den realen Bildungsstand und die tatsächlichen Fähigkeiten eines Zeugnisinhabers oder einer -inhaberin widerspiegelt.  

Entsprechend schlecht sind auch die Chancen, in Afghanistan an einen Arbeitsplatz zu kommen. Neben der Bildung sind hier der Ort oder die Region, in der ein Mensch lebt, sowie persönliche Kontakte entscheidend. In Kabul und den anderen Großstädten ist es naturgemäß einfacher, einen Job zu bekommen. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der schlechten Wirtschaftslage gibt es seit Jahrzehnten eine lebhafte Arbeitsmigration in die Nachbarländer und in die Region des Persischen Golfs.  

Weiterführende Informationen zum Bildungs- und Berufsbildungssystem in Afghanistan finden Sie auf dem Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen.

 

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