In Clans sind innerhalb wie außerhalb Somalias nur die ethnischen Somali organisiert. In Somalia gehören etwa 85 Prozent der Gesamtbevölkerung dieser Volksgruppe beziehungsweise Ethnie an. Auch in den Nachbarländern Äthiopien und Dschibuti sind Teile der Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Somali. In den anderen Ethnien, die es in dieser Region gibt, spielen Clans keine Rolle. 

Die ethnische Gruppe der Somali ist stark durch Clans und Clanstrukturen geprägt. Durch den sehr hohen Anteil der Somali an der Gesamtbevölkerung Somalias hat dieses Merkmal auch Auswirkungen auf die Gesellschaft des Landes. Konkret bedeutet das, dass die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Clan beziehungsweise einer Clanfamilie im Zusammenleben der Menschen in Somalia eine große Rolle spielt. Ob man zu dem einen oder anderen Clan gehört, hängt jeweils von der Abstammung des Vaters ab und ist meist am Namen erkennbar. Durch diese unterschiedlichen Clanfamilien ist die Gesellschaft Somalias in verschiedene Gruppen unterteilt. In der Geschichte kam es immer wieder zu Spannungen und Konflikten zwischen einzelnen Clans – zum Teil auch über Ländergrenzen hinweg. 

Diese besonderen gesellschaftlichen Strukturen haben lange Zeit, vor allem in den 1960er-Jahren, das politische System und die Parteienlandschaft Somalias beeinflusst. So gab es zeitweise zum Beispiel über 60 Parteien im Parlament, die die verschiedenen Clans im Lande widerspiegelten. Nach der Machtübernahme durch Siad Barre 1969 wurden diese Clans gegeneinander ausgespielt. 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.