Anders als oft wahrgenommen, ist Deutschland ein traditionelles Einwanderungsland. Im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland hat es schon immer Migration gegeben. Laut dem Forschungsbericht von Karakayali/Kleist haben 22,5 % der Deutschen einen Migrationshintergrund  - der Anteil an Ehrenamtlichen mit Migrationshintergrund in der Flüchtlingsarbeit ist mit 24 % sogar noch etwas höher - und ein Drittel der Bevölkerung hat jemanden mit Migrationshintergrund in der Verwandtschaft (aus Studie “Deutschland postmigranitsch I - Gesellschaft, Religion, Identität”). Es ist also längst eine gesellschaftliche Realität, dass wir eine Migrations-Republik sind – und das nicht erst seit 2015. 

„Die deutsche Gesellschaft hat sich durch die Migration stark verändert. Immer mehr Menschen nehmen für sich in Anspruch, als Bürger dieses Landes diesen Wandel mitzugestalten, auch wenn ihre Vorfahren nicht deutsch waren und sie selbst vielleicht nicht so aussehen, wie man sich früher Deutsche vorstellte. Das heißt auch, dass über den Markenkern „Deutschland“ neu verhandelt wird.“ (Naika Fourutan, Sozialwissenschaftlerin)     

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