Abgrenzung zum Dolmetschen

Denken Sie bei der Sprachvermittlung, egal in welcher Form diese stattfindet, dass Sie nicht dolmetschen. Denn dolmetschen, das tun Dolmetscher*innen. Dies ist ein Berufsstand, welcher ein Studium an der Universität verlangt. Wenn wir zwei Sprachen sprechen, können wir natürlich behelfsmäßig zwischen diesen beiden Sprachen wechseln, das Dolmetschen basiert auf einer präzisen Übertragung von Sinn und Bedeutung. Neben der entsprechenden Fachmethodik und einem muttersprachlichen Niveau in beiden Sprachen benötigen wir auch eine genaue Kenntnis um das zu besprechende Thema – und das alles unter Zeitdruck.

Und nun? Was bedeutet dies für das Ehrenamt? Erst einmal eine Entlastung! Denn wir müssen nun gar nicht für die absolute Richtigkeit und Präzision der Sprachvermittlung gerade stehen – wir können es (sprich: sind nicht qualifiziert) schließlich nicht. Dafür können wir aber vieles anderes! Wir können begleiten und wir können helfen, wo es sonst keine andere Person tut. Im Gegensatz zu*r Dolmetscher*in sind wir dabei nicht parteilos, sondern bewegen uns in der Begleitung auf Seiten der Geflüchteten. Und na klar, dies ist ein interessegeleitetes Begleiten und bedeutet ein sich Einsetzen für eine Person. Dies steht der berufsstandsmäßigen Neutralität des Dolmetschens entgegen.   

Tipp: Schauen Sie sich in Ihrer Umgebung um, ob eine größere Organisation vielleicht einen kurzen Kurs in der Sprachvermittlung anbietet. Dies kann eine gute Gelegenheit bieten, die eigene Rolle in der Sprachvermittlung noch einmal gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen zu reflektieren und die Grenzen der eigenen Tätigkeit einzuschätzen.  

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