Stefan ist 34 Jahre alt und arbeitet seit 3 Jahren am Empfang eines mittelständischen Unternehmens in Niedersachen. Von seinen Kolleg*innen wird er für seine positive und offene Art sehr geschätzt, weshalb ihm seine Arbeit viel Selbstvertrauen gibt und Spaß macht. Seit Beginn der Coronapandemie haben sich jedoch seine gewohnten Arbeitsabläufe grundlegend verändert und er stößt im Arbeitsalltag immer häufiger an seine Grenzen. Quasi über Nacht soll er Berichte und Dokumente digital verschicken und schriftliche Anfragen per E-Mail beantworten, was bei ihm großes Unwohlsein und Stress auslöst. Da ihm der Umgang mit diesen Herausforderungen immer seltener gelingt, meldet er sich oft krank, um seine Probleme zu verstecken. Gleichzeitig wächst in ihm die Sorge, seinen Arbeitsplatz zu verlieren.


Wie schon so oft im Leben hat Stefan einen Entschluss gefasst: Er möchte in seinem Betrieb bleiben und wünscht sich, dass seine Kolleg*innen Verständnis für Menschen haben, die nicht richtig lesen und schreiben können. Er möchte seine Ängste überwinden und eine Vertrauensperson finden, die ihn in seinem Vorhaben unterstützen kann. Vielleicht gelingt ihm ja schon in den nächsten Monaten der Weg in eines der vielen Hilfsangebote, die es geben soll. Bisher weiß er jedoch nicht, wen er dazu im Betrieb fragen kann und welche betrieblichen Unterstützungsangebote es vielleicht schon gibt.