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Veröffentlicht 2018, aktualisiert am 01.02.26, OER-Lizenz CC BY-SA (Öffnet in einem neuen Tab)
Wie Sie den Kursbesuch unterstützen können
Menschen, die nicht lesen und schreiben können, sollten für den bestmöglichen Lernerfolg einen ausgewiesenen Alphabetisierungskurs mit dafür ausgebildeten Lehrkräften besuchen. Falls Sie Geflüchtete begleiten, die in einem solchen Alphabetisierungskurs lesen und schreiben lernen, dann können Sie eine hilfreiche Unterstützung für den Lernerfolg sein. Hier bekommen Sie Tipps, wie Sie den Kursbesuch unterstützen und begleiten können.
Beispiel Akona
Beispiel Zarif
Beispiel Tayo
Beispiel Filiz
Ein allgemeiner Tipp: Oftmals ist es für die Lernenden schwer, Fortschritte zu erkennen, die sie im Kurs und im Alltag machen. Zeigen Sie den Lernenden die Erfolge auf, egal wie klein sie auch erscheinen mögen. Hat die Person ein neues Wort gelernt oder hat sie den Weg zum Kurs allein gefunden? Machen Sie diese Erfolge deutlich und heben Sie sie hervor! Das wirkt dem möglichen Frust im Kurs entgegen und motiviert zusätzlich.
Sobald die Zulassung dafür vorliegt, müssen Geflüchtete einen Integrationskurs mit Alphabetisierung besuchen, um das Lesen und Schreiben zu lernen. Der Kurs muss von ausgebildeten Lehrkräften durchgeführt werden. Sie als ehrenamtliche Lernbegleiter*innen können wertvolle Unterstützung leisten. Sie können zum Beispiel Inhalte aus dem Unterricht wiederholen und individualisieren. Generell gilt: Suchen Sie bei Fragen den Kontakt zur Kursleitung. Sie kennt die Lernenden und die Alphabetisierungsarbeit sehr gut und kann Ihnen sinnvolle Tipps für die Begleitung geben.
Wie Sie auch außerhalb des Kursbesuches unterstützen können
Begleiten Sie Geflüchtete, die noch keinen Platz in einem Alphabetisierungskurs bekommen haben, oder möchten Sie die Lernenden über die Inhalte des Kurses hinaus unterstützen? Dann haben wir hier ein paar Tipps für Sie.
Das Erlernen der (neuen) Schrift ist eine Aufgabe, die mit viel Druck verbunden sein kann. Treffen Sie sich mit den Lernenden und sprechen Sie mit ihnen, ohne dabei das Lernen in den Vordergrund zu stellen. Das schafft eine angenehme und lockere Atmosphäre. Unterstützen Sie die Geflüchteten beim Ankommen, zum Beispiel durch Ausflüge. Bei diesen Ausflügen können Sie zum Beispiel Texte aus der Lebenswelt fotografieren und sammeln. Machen Sie die Kursinhalte praktisch erlebbar: Der Besuch von Orten des Alltagslebens kann das Lernen sinnhaft machen und damit unterstützen. Alle Orte können Sprech- oder Lernanlässe bieten. Konkrete Tipps erhalten Sie hier:
Beispiel Flohmarkt
Beispiel Supermarkt
Beispiel Spaziergang
Beispiel Bahnhof
Machen Sie die Kursinhalte praktisch erlebbar: Unternehmen Sie mit den Lernenden Ausflüge und sammeln Sie dort Begriffe aus dem Alltag. Dadurch lassen sich neue Wörter lernen und das Material kann die Unterrichtsmaterialien sinnvoll ergänzen.