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Veröffentlicht 2018, aktualisiert am 01.02.26, OER-Lizenz CC BY-SA (Öffnet in einem neuen Tab)
Ein großer Anteil der ehrenamtlichen Arbeit im Bereich der Sprachbegleitung geschieht mit geflüchteten Personen. Dabei geben Ehrenamtliche Nachhilfe zu laufenden Kursen, organisieren sich mit den Geflüchteten gemeinsam in Tandems, bieten Kurse für Gruppen an oder bieten denjenigen, die noch auf einen Kursplatz warten müssen, die Möglichkeit, erste Sprachkenntnisse zu erwerben. Für Sie mag das eine neue, spannende und doch herausfordernde Aufgabe sein. Welche (sprachlichen) Vorkenntnisse bringen die Lernenden mit? Vor welche Herausforderungen stellt Sie das und welche Tipps haben Expert*innen, die intensiv mit Ehrenamtlichen und Geflüchteten zusammenarbeiten? Wir haben für Sie bei Alexandra Haas, Fachbereichsleiterin „Deutsch“ an der Volkshochschule Rhein-Sieg, nachgefragt und ihre Aussagen in drei kurzen Videos festgehalten.
Besonderheiten der Zielgruppe

Wahrscheinlich haben Sie in Ihrer Arbeit mit Geflüchteten schnell gemerkt, wie heterogen diese Gruppe ist. Welche Merkmale kennzeichnen diese Gruppe? Was ist das Besondere?
Geflüchtete kommen im Vergleich zu den Migrant*innen vorher unvorbereitet nach Deutschland. Sie flüchten nicht zu einem Ziel hin, sondern von einem Land weg.
Herausforderungen der ehrenamtlichen Sprachbegleitung

Sie als ehrenamtliche Sprachbegleitung stehen vor einigen großen Herausforderungen. Diese können inhaltlicher, aber auch organisatorischer Natur sein.
Eine große Herausforderung der ehrenamtlichen Sprachbegleitung ist es, die unterschiedlichen Tätigkeiten voneinander abzugrenzen. Durch die persönliche Begleitung von Geflüchteten kann es schnell passieren, dass man neben der sprachlichen Förderung auch bei Amtsgängen und sonstigen Tätigkeiten mithilft.
Unser Expertentipp zur Sprachbegleitung

Guter Rat ist teuer. Im Video finden Sie wichtige Tipps zur Sprachbegleitung. Vor allem geht es darum, wie Sie sich organisieren und mit anderen Ehrenamtlichen vernetzen können. Oftmals können Ehrenamtliche voneinander profitieren, von den Erfahrungen anderer lernen und sich an bereits vorhandene Strukturen anschließen.
Tun Sie sich mit anderen Ehrenamtlichen zusammen und schließen Sie sich bereits vorhandenen Strukturen an. Sie finden zum Beispiel bei kirchlichen Trägern gute Möglichkeiten, sich anzuschließen und zu vernetzen.