Bis im Jahr 2013 die erwachsenen Einwohner*innen aus Hamburg repräsentativ befragt wurden, gingen viele davon aus, dass funktionaler Analphabetismus ein "Tabuthema" ist. Tatsächlich war den Befragten die Thematik aus eigenen Kontakten im persönlichen Umfeld jedoch recht bekannt. Vierzig Prozent der (Hamburger) Bevölkerung kennen mindestens eine erwachsene Person, die gut deutsch spricht, aber nicht gut lesen und schreiben kann. Man kennt sich und weiß um das Thema, sei es im Freundschafts- oder Bekanntenkreis (39%), im Beruf (28%), in der Familie (15%) oder in der Nachbarschaft (9%).