Sie haben nun den Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland kennengelernt. Was können Sie als Hintergrundinformation für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit mitnehmen?
►  Zu Beginn des Asylverfahrens werden Geflüchtete registriert und erkennungsdienstlich behandelt. Es werden insbesondere Fingerabdrücke genommen.
►  Im nächsten Schritt wird entschieden, wo in Deutschland der oder die Geflüchtete sein beziehungsweise ihr Verfahren durchführen muss. Die geflüchtete Person ist verpflichtet, sich unverzüglich an diesen Ort zu begeben.
► Dann lädt das BAMF die geflüchtete Person zu einer oder mehreren Anhörungen ein. Dabei geht es zum einen um die Frage, ob Deutschland oder eventuell ein andere EU-Land für das Asylverfahren zuständig ist. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn die geflüchtete Person sich in einem anderen EU-Land bereits als Asylsuchende*r hat registrieren lassen. Ist dies nicht der Fall, ist Deutschland zuständig. Das BAMF muss dann anschließend die geflüchtete Person zu den Fluchtgründen anhören.
► Nach der Anhörung prüft das BAMF nach, ob die Geschichte der geflüchteten Person glaubhaft ist und eine Anerkennung begründen. Dabei prüft das BAMF unterschiedliche Schutznormen (politisches Asyl nach Artikel 16 a I GG beziehungsweise § 3 AsylG, subsidiärer Schutzstatuts gemäß § 4 AsylG oder sogenannte Nationale Abschiebungsverbote gemäß § 60 V und VII S. 1 AufenthG).