Gründe für eine Flucht können sehr unterschiedlich sein. Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden. Denn niemand verlässt freiwillig seine Heimat, sein Dorf und seine Wohnung – ohne etwas mitzunehmen und ohne Abschied. Wenn ihr Leben in Gefahr ist, flüchten die Menschen überstürzt und haben meist keine Möglichkeit, Habseligkeiten, Geld oder wichtige Ausweispapiere mitzunehmen.   


Mehr als zwei Drittel der der Menschen kommen aus nur fünf Ländern: Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (6,7 Millionen), gefolgt von Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. Aber auch in vielen anderen Ländern kam es zu vielfachen Fluchtgründen. Der Hunger im Osten Afrikas und im Jemen, Kämpfe im Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, der Ukraine zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht.


Warum werden Geflüchete aus Venezuela separat aufgeführt?  "Venezolaner*innen außerhalb ihres Landes auf der Flucht" bezieht sich auf Personen venezolanischen Ursprungs, die in dem Land, in dem sie sich aufhalten, keinen Asylantrag gestellt haben. Damit sind sie formell gesehen keine Asylsuchenden und auch keine Flüchtlinge. Unabhängig von ihrem Status benötigen sie aber wahrscheinlich internationalen Schutz, dürfen u.a. nicht zur Rückkehr gezwungen werden und brauchen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und Unterstützung.