Der Mensch an der Seite

Ehrenamtsportal: "Inwiefern konnten Sie als Ehrenamtliche*r die Betroffenen begleiten und unterstützen?"

Astrid: "Da unser Freund ein sehr selbständiger Mensch ist, brauchte er uns in erster Linie als seelischen Beistand, als die Lage wirklich hoffnungslos schien. Und eben, um die finanziellen Mittel aufzubringen. Ich hatte glücklicherweise kurz davor meine Rentenversicherung gekündigt und konnte ihm zusätzlich zu dem Fundraising, das ich angeleiert hatte, etwas leihen. Er kann es mir zurückzahlen, sobald seine Selbständigkeit ins Rollen gekommen ist. Außerdem durfte ich die Chauffeurin sein und seine Frau und Kinder mit am Flughafen abholen. Das war der Hammer."

Ehrenamtsportal: "Wie haben Sie persönlich das Verfahren empfunden und welche Auswirkungen hatte das auf Ihre Tätigkeit?"

Astrid: "Für mich ist über dieses Verfahren eine Welt zusammengebrochen. Ich hätte niemals gedacht, dass die Bundesrepublik Deutschland so inhuman und kaltherzig agiert. Ich habe mich mit einer Beschwerde an das Auswärtige Amt gerichtet, dass damals von Frank Walter Steinmeier geführt wurde. Die Antwort war eine klägliche Ausrede (man tut schon, was machbar ist...) - Im Tourismus werden jedes Jahr Millionen Menschen aus Deutschland in alle Welt gebracht. Das geht – aber im Ernstfall kann man leider nichts machen."   

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