Sie haben Afghanistan nun anhand von vier „Schlaglichtern“ ein wenig kennengelernt. Was können Sie als Hintergrundinformationen für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit mitnehmen?
► In Afghanistan gibt es nur schwache staatliche Strukturen. Daher spielen persönliche Kontakte zu einflussreichen Personen in der Heimatstadt oder -region eine sehr große Rolle – beispielsweise wenn es darum geht, eine Arbeitsstelle zu finden oder finanzielle Probleme zu lösen.
► Häufig werden in Afghanistan keine schriftlichen Dokumente wie Geburts- oder Heiratsurkunden ausgestellt. Zudem ist das afghanische Verwaltungssystem kaum mit dem deutschen zu vergleichen. Für Ehrenamtliche ist es daher wichtig, deutsche Verwaltungsabläufe zu erklären und die Bedeutung von Dokumenten und Ausweisen in Deutschland zu vermitteln.
► Familie und Verwandtschaft kommt in Afghanistan eine große Bedeutung zu. Viele Schutzfunktionen, die in Deutschland der Staat erfüllt, werden von der Familie übernommen. Interessen von Einzelnen stehen häufig gegenüber dem Gemeinwohl der Familie zurück.
► Das öffentliche und private Leben ist in Afghanistan vom (sunnitischen) Islam geprägt. Religion ist keine Privatangelegenheit.  
► Aufgrund des Krieges und verbreiteter familiärer Armut können momentan mehr als 3,7 Millionen Kinder keine Schule besuchen.

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