Wie steht es um die Gesundheitsversorgung in Eritrea?

Die medizinische Versorgung und ausreichende Zufuhr von wichtigen Mineralstoffen, insbesondere für Säuglinge und Kinder, ist nach Angaben von UNICEF nicht überall im Land gewährleistet. Das Kinderhilfswerk geht davon aus, dass circa die Hälfte der eritreischen Kinder unter fünf Jahren unterernährt ist.  

Obwohl die Kindersterblichkeit (bei Kindern unter fünf Jahren) im letzten Jahrzehnt kontinuierlich leicht gesunken ist, liegt sie mit einer Quote von 44,5 Prozent (bei 1.000 Geburten) immer noch relativ hoch. Im Vergleich: In Deutschland liegt diese Quote bei 3,8. Dieser Umstand ist auch darauf zurückzuführen, dass laut UNICEF nur etwa ein Drittel der Geburten von Hebammen oder adäquat geschultem, medizinischem Personal begleitet werden. Dies stellt sowohl für die Mütter, als auch für die (ungeborenen) Kinder eine Gefährdung dar.  

Aber auch insgesamt ist die Gewährleistung medizinischer Versorgung in Eritrea äußerst schwierig: Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es pro 10.000 Einwohner*innen in städtischen Gebieten nur zwei Ärztinnen bzw. Ärzte, in ländlichen Regionen liegt die Quote sogar nur bei 0,1 Ärztinnen bzw. Ärzte pro 10.000 Einwohner*innen. Zudem haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO nur etwa 60 Prozent der eritreischen Bürgerinnen und Bürger Zugang zu sauberem Trinkwasser (Stand 2015). Die durchschnittliche Lebenserwartung von Eritreerinnen und Eritreern liegt bei 65 Jahren. 

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