Welche Besonderheiten bringen die Kultur und die Sprache im Iran mit sich?

Der Iran unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von seinen überwiegend arabischen Nachbarn im Westen und Süden. Die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht-arabisch und spricht daher eine Reihe anderer Sprachen, die mit dem Arabischen nicht verwandt sind. Neben Persisch, einer indoeuropäischen Sprache, werden im Iran auch Azeri-Türkisch, Kurdisch, Baluchi, Turkmenisch und weitere Sprachen gesprochen. Arabische Minderheiten siedeln in der Provinz Khuzestan und an der Küste des Persischen Golfs. Das Persische (Farsi) wird von weit mehr als 80 Prozent der Bevölkerung gesprochen und verstanden; mehr als 50 Prozent der Menschen sprechen es als ihre Muttersprache. Mit dem Arabischen gemein hat es nur das Alphabet und einen beträchtlichen Schatz an Lehnwörtern.

Im Iran wird also eine Vielzahl von unterschiedlichen Sprachen gesprochen. Offizielle Amtssprache ist jedoch allein das Persische (Farsi). Die gesprochene Standardsprache des Persischen orientiert sich am Teheraner Dialekt und unterscheidet sich zum Teil stark von anderen lokalen Dialekten. Jedoch können Sie zum Beispiel bei Behördengängen ohne Probleme einen Dolmetscher oder eine Dolmetscherin hinzuziehen, der beziehungsweise die nur die Standardsprache des Persischen spricht.  

Zudem wird im Iran viel Wert auf einen gepflegten und höflichen Umgangston gelegt. Die berühmte persische Umgangsart oder Höflichkeit, in der Landessprache Taarof genannt, ist sprichwörtlich. Sie kommt in vielen Floskeln und Sprichwörtern, aber auch kulturellen Verhaltensmustern zum Ausdruck. Hier zwei Beispiele:  

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