Welche Umweltbedingungen herrschen in Somalia?

Die ökologischen und klimatischen Bedingungen, die in Somalia vorhanden sind, sind äußerst schwierig. Das Leben der Somalierinnen und Somalier ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von mangelnder Ernährungssicherheit infolge des Bürgerkrieges, von Ausbeutung durch andere Länder und durch Folgen des Klimawandels geprägt worden. 

So war Somalia in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder von schweren Dürren betroffen. Zuletzt war dies 2016 und 2017 der Fall. Anhaltende Trockenheit bewirkt, dass die Menschen vor Ort unter Lebensmittelknappheit, Hunger, Unterernährung und Krankheiten zu leiden haben.

Laut des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP (United Nations Environment Programme) waren 2017 über eine Million Kinder akut unterernährt. Bei der Hungersnot im Jahr 2011 war die Lage besonders schlimm. Rund 3 Millionen waren auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Es verhungerten zwischen 250.000 und 300.000 Menschen.

Durch Dürren sinkt die Lebensmittelproduktion in Somalia stark. So ist beispielsweise nach Angaben von UNEP die Getreideernte gemessen am Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre um 45 Prozent zurückgegangen und damit auf den Stand des Jahres 1988 gesunken. Landwirtschaft oder Viehzucht sind für viele Menschen die Lebensgrundlage. Daher gibt es zum Beispiel für nomadische Viehzüchter kaum Alternativen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, wenn ihre Herde aus Mangel an Futter verstirbt. Bei anhaltender Trockenheit ist somit ihr Einkommen und ihre Existenz bedroht. Auch aus diesem Grund treibt es viele Menschen aus ländlichen Gebieten in die Städte. 

Zugang zu sauberem Trinkwasser hat nur rund ein Drittel der Somalier und Somalierinnen, in ländlichen Gebieten sind es sogar weniger als 10 Prozent. Auch eine grundlegende Gesundheitsversorgung ist für etwa 5,5 Millionen Menschen in Somalia nicht gegeben. Neben Dürren ist aber auch die Überflutung durch Starkregen ein Problem. Dann wird die ohnehin schon spärlich vorhandene fruchtbare Erde weggespült und die Menschen sind von Überschwemmungen in ihren Dörfern betroffen. 

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