Die Ursache des Konflikts kann also auch darin begründet liegen, dass X anders geprägt ist als ich. Vielleicht streiten wir gar nicht um die Sache oder vielleicht verstehen wir uns als Personen eigentlich gut, kommunizieren aber kulturell bedingt unterschiedlich (verbal oder non-verbal) und reden deshalb aneinander vorbei. Meist ist es eine Mischung, ein Wechselspiel aus den drei Seiten des Dreiecks Person-Situation-Kultur.   

Was dies für die Arbeit mit Geflüchteten bedeutet, sehen Sie an den folgenden Praxisbeispielen:   

Fallbeispiel Deutschkurs

Frau Nowak engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Kirchengemeinde und gibt jeden Mittwoch einen Deutschkurs für Geflüchtete. Seit einigen Wochen nehmen auch drei geflüchtete Frauen aus Syrien an dem Training teil. Jalila, Mina und Samira wohnen in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Nähe der Kirchengemeinde. Sie kommen regelmäßig zum Kurs, verspäten sich aber oft um mindestens 20 Minuten. Frau Nowak empfindet das Zuspätkommen der Kursteilnehmerinnen als störend, weil dies viel Unruhe in die Gruppe bringt, zu zeitlichen Verzögerungen im Kursablauf führt und sie den Stoff nicht schafft, den sie sich vorgenommen hat.  

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