Häufiger wird bei der Wohnungsbesichtigung mittelbar diskriminiert. Dabei werden meist Aussagen getroffen wie die, dass der/die Vermieter*in an einer langen Verweildauer der Mieter*innen interessiert sei und somit nur an Menschen vermiete, deren Aufenthaltstitel länger als 3 Jahre gilt. Dabei ist objektiv gesehen das Interesse des Vermieters berechtigt, jedoch benachteiligt es sachlich nur eine Gruppe, da sich in der Regel keiner der anderen Bewerber*innen verpflichtet, die Wohnung länger zu mieten. Ein befristeter Aufenthaltstitel bedeutet zudem nicht, dass man die Wohnung nicht länger beziehen kann, da der Titel immer wieder verlängert werden kann. Daher erfüllt diese Aussage nicht das Interesse von Vermieter*innen, vielmehr zielt sie darauf ab, eine Gruppe auszuschließen. Somit handelt es sich bei solchen Aussagen meist um mittelbare Diskriminierung.    

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