Einfach wieder da?

Forschungserkenntnisse machen deutlich, dass es eher selten ein einfaches Weitermachen oder Wiederaufnehmen der vorherigen Situation ist, was Menschen nach ihrer Rückkehr erleben. Rückkehr ist in diesem Sinne nicht als Abschluss, sondern als Anfangspunkt eines neuen Lebensabschnittes zu verstehen. Neben den offensichtlichen Aspekten − Wohnen, Arbeiten, Absicherung etc. − warten auch ganz andere Herausforderungen auf die Zurückgekehrten. Denn das Leben im Herkunftsland ist selbstverständlich nicht stehen geblieben, sondern vieles hat sich verändert. Das gilt insbesondere, wenn Gesellschaften durch gemeinsame Erfahrungen in Krisensituationen geprägt sind, an denen die Rückkehrer*innen durch ihre Abwesenheit nur indirekt beteiligt gewesen sind. Und auch bei den Rückkehrer*innen selbst hat sich seit dem Zeitpunkt ihrer Ausreise in der Regel viel getan:

“Etwas, das ich nicht bedacht hatte, war, dass auch ich mich in den fünf Jahren meiner Zeit in Dänemark radikal verändert hatte. Aber das bemerkte ich erst, als ich zurück in meinem Heimatland war.” − Natik, Irak.


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