Viele Menschen haben infolge von Krisen und Katastrophen in ihren Herkunftsländern oder bei der Flucht und Migration Ereignisse erleben müssen, die zu psychosozialem Stress oder Traumata führen können. Und auch im Aufnahmeland können noch weitere Belastungen hinzukommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einerseits kann es sehr problematisch sein, wenn die Erlebnisse im Heimatland oder auf der Flucht nicht verarbeitet werden (können), weil es zum Beispiel nicht genügend Therapieplätze gibt. Andererseits ist das Ankommen und die Integration im Aufnahmeland mit großen Herausforderungen und Belastungen verbunden: Sprache lernen, sich zurecht finden, kurzfristige und langfristige Pläne für sich und die Familie machen − aber auch das Bangen um die Aufenthaltserlaubnis, die mögliche Ablehnung oder die drohende Abschiebung können einen großen Einfluss auf die betroffenen Menschen haben. Hinzu kommen mögliche Diskriminierungserfahrungen im Alltag, auf dem Arbeits- oder Wohnungsmarkt oder auch Aspekte wie das Wissen (oder Nichtwissen) um Familienangehörige, die noch in Not sind und vieles mehr. Derartige Belastungen und Traumata können also in allen Phasen des Migrationszyklus entstehen.

Nicht jede Belastung, die hieraus entsteht, ist gleich ein Trauma. Traurig oder gestresst zu sein, ist angesichts der genannten Erlebnisse oder Situationen erstmal eine normale Reaktion auf eine unnormale Situation.

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