Wichtig ist aber auch, sich klarzumachen, dass “Rückkehr in die Heimat” keinesfalls bedeutet, dass Menschen einfach zurückkehren und alles wäre wie zuvor. In der Realität ist es mehr als fraglich, ob eine Rückkehr an den genauen Heimatort im Herkunftsland überhaupt möglich ist, oder ob nur eine andere Region oder Stadt in Frage kommt. Und selbst wenn der Heimatort eine Option ist, hat sich dort in der Zwischenzeit natürlich Einiges getan: Neben enormer Zerstörung durch z.B. kriegerische Auseinandersetzungen können es auch weniger dramatische, aber dennoch entscheidende Neuigkeiten sein: Neue Geschäfte, neue Häuser, eine neuer Wohnort, neue Nachbarn, möglicherweise verzogene Familienmitglieder und Freund*innen, ein neuer Job (wenn überhaupt) und so weiter.

Achtung: Wie belastend all diese Faktoren für die jeweiligen Betroffenen sind, ist zu einem gewissen Teil subjektiv und kann sich von Mensch zu Mensch sehr unterscheiden − je nachdem etwa, welche psychischen Belastungen im Herkunftsland oder auf der Flucht entstanden sind. Wie Sie als Ehrenamtliche*r mit der Situation und Perspektive der Menschen umgehen, kann einen großen Einfluss auf sie haben. Ratschläge dazu erhalten Sie in den nächsten zwei Lektionen.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.