Einbeziehen der Gruppe 

Begleiten Sie als Ehrenamtliche zum Beispiel eine Gruppe von Zugewanderten unterschiedlicher Nationalität, Geschlechts etc., kann es sich abhängig vom Kontext als sinnvoll erweisen, andere Gruppenmitglieder in die Diskussion einzubeziehen und nach ihrer Meinung zu fragen. Was haltet ihr von dieser Perspektive? Seht ihr das genauso oder habt ihr andere Einstellungen? Je nachdem, welche Rolle Sie als Ehrenamtliche in der Gruppe einnehmen, kann eine moderierende Rolle ratsam sein. Zum einen kommen die Beteiligten so miteinander ins Gespräch und tauschen sich über unterschiedliche Sichtweisen aus. Zum anderen besteht nicht die Gefahr, der Gruppe eine bestimmte Meinung aufzudrücken.   


Unterstützung und Beratung  

Möchten Sie auf eine Aussage oder Verhaltensweise reagieren und sind sich unsicher, welche Handlungsmöglichkeiten Sie haben beziehungsweise geeignet wären? Dann können Sie sich mit Personen aus ihrem Umfeld oder denen austauschen, die die Situation miterlebt haben. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Beratungsstellen, die Ihnen helfen können, die Situation besser einzuschätzen und angemessen reagieren zu können. Um gut gemeinte, kontraproduktive Interventionen/Reaktionen zu vermeiden, würden wir Ihnen sogar anraten, sich bei uneindeutigen Situationen an Beratungsstellen zu wenden. Insbesondere die Frage nach dem Warum ist schwierig zu beantworten, gleichzeitig aber enorm wichtig, um eine angemessene Reaktion zu erarbeiten. Aufgrund fehlender Informationen kann es demnach hilfreich sein, die Perspektive und Kompetenzen einer Beratungsstelle zu involvieren.    


Überzeugen durch Sachargumente? – Häufig begrenzte Wirksamkeit  

Kennen Sie die Übung „Der heiße Stuhl“? Im Rahmen dieser Übung übernimmt eine Person die Rolle des*r Diskriminierenden und eine andere Person die Rolle des*r Argumentierenden. Die Personen sollen zum Beispiel über die Rechte von Personen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung diskutieren. Dabei äußert sich die diskriminierende Person abwertend und ausgrenzend dieser Personengruppe gegenüber. Ziel der Übung ist es, Gesprächsdynamiken zu erkennen und zu erfahren, dass Sachargumente häufig keine Wirkung entfalten. Ursache von diskriminierenden Einstellungen ist meist nicht die eigene Unwissenheit. Diese sind vielmehr bedingt durch andere Motive (u.a. Angst vor Veränderungen, Sündenbockfunktion). Argumente interessieren in dem Moment häufig gar nicht. Daher ist es manchmal ratsam, Ihre Meinung auch ohne wirkliche Gegenargumente einzubringen, indem Sie einfach STOPP sagen. Damit verdeutlichen Sie, dass Sie die Meinung Ihres Gegenübers nicht teilen. Dies gilt vor allem auch bei Hass im Internet und den sozialen Netzwerken.  

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