Sie haben nun die Rechte und Pflichten der Asylsuchenden in Deutschland kennengelernt. Was können Sie als Hintergrundinformation für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit mitnehmen?
Geflüchtete haben während des laufenden Asylverfahrens bestimmte Pflichten:
► Während des laufenden Asylverfahrens unterliegen Geflüchtete zahlreichen Mitwirkungspflichten, die insbesondere im AsylG festgeschrieben sind.
► Geflüchtete haben die Pflicht, an einem bestimmten Ort zu wohnen und dürfen während der ersten drei Monate ihres Aufenthalts als Asylsuchende*r einen bestimmten Bezirk nicht ohne Erlaubnis der Ausländerbehörde verlassen.
Geflüchtete haben während des laufenden Asylverfahrens aber auch bestimmte Rechte und Ansprüche:
► Asylsuchende haben bei nachweislicher Bedürftigkeit grundsätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf Sozialhilfeleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), wie Unterkunft, Barleistungen oder medizinische Hilfe.
► Kinder von Geflüchteten haben ein Recht auf einen Kita-Platz und frühkindliche Förderung. Zudem unterliegen sie im Anschluss der allgemeinen Schulpflicht und haben somit Anspruch darauf, eine öffentliche Schule zu besuchen.
► Geflüchtete dürfen sich ab dem dritten Monat als registrierte*r Asylsuchende*r in Deutschland um eine Beschäftigung oder auch eine Berufsausbildung bemühen. Die Ausländerbehörde muss dies während der ersten 48 Monate aber vorab genehmigen.
► Geflüchtete, denen das BAMF eine besonders positive Bleibeperspektive zubilligt (derzeit Syrien, Iran, Irak, Somalia und Eritrea), haben schon während des laufenden Anerkennungsverfahrens das Recht, an besonderen Integrations- und Sprachkursen teilzunehmen.