Auch ältere Geflüchtete gehören bei Naturkatastrophen und Kriegen zu jenen, die besonders gefährdet sind. Die Flucht birgt für ältere Menschen viele zusätzliche Herausforderungen. 

Und auch im Flüchtlingscamp stehen sie vor vielen Hindernissen:

  • Bei körperlichen Beschwerden können sie die Registrierungsstellen nicht erreichen, weil diese zu weit weg sind. Das lange Anstehen in einer Schlange ist kräftezehrend. 
  • Ähnliche Schwierigkeiten bestehen bei Versorgungsstellen für Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe.
  • Ungünstig gestaltete Unterkünfte können die Bewegungsfreiheit von körperlich eingeschränkten Menschen stark einschränken.
  • Viele leiden unter chronischen Krankheiten, die in einer Fluchtsituation nicht behandelt werden können, weil es an Geld fehlt oder die Medikamente nicht vorhanden sind.


Oftmals empfinden sich ältere Geflüchtete als Belastung für ihre Umgebung. Dabei können sie für ihre Familien und die Gemeinschaft der Geflüchteten eine große Entlastung und Unterstützung darstellen:

  • Sie können Kinder betreuen, damit ihre Eltern arbeiten / die Sprache lernen können.
  • Sie können in Fluchtsituationen ihren Familien und der Gemeinschaft der Geflüchteten mit ihrem Wissen, ihrem Know-how und ihrer Erfahrung beistehen.

Bei einer alternden Weltbevölkerung wird davon ausgegangen, dass auch der Anteil der älteren Geflüchteten zunehmen wird. Als „ältere Menschen“ bezeichnet UNHCR alle Personen über 60, wobei bei dieser Definition auch Faktoren wie lokale kulturelle Normen und Lebenserwartung berücksichtigt werden. Die Widerstandsfähigkeit und traditionelle Stellung älterer Menschen in Gemeinschaften können für Zusammenhalt und einen positiven Austausch mit anderen Gemeinschaften, zum Beispiel mit der lokalen Bevölkerung, sorgen.  

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