Mindestens 50 Prozent aller Geflüchteten sind Frauen und Mädchen.  Sie fliehen vor Gewalt und Unterdrückung, vor Verfolgung aus politischen und religiösen Gründen oder weil sie einer bestimmten Volksgruppe angehören.  Aber auch geschlechtsspezifische Gefahren wie Witwenverbrennungen und genitale Verstümmelung oder Vergewaltigungen sind Gründe, die Frauen zur Flucht zwingen.

Die Auflösung sozialer und gesellschaftlicher Strukturen einer Gesellschaft führt zur Zunahme der Gewaltbereitschaft. In vielen Bürgerkriegen gehören systematische Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen zur erklärten Kriegsstrategie. 

Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, leiden häufig unter psychischen Langzeitfolgen, Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken und sozialer Isolation. Sie verlassen ihre Heimat meist allein mit Kindern und älteren Familienangehörigen, weil ihre Ehemänner, Väter oder Brüder getötet, gefangengenommen oder als Rebellen oder Soldaten eingezogen wurden.  

Doch auch das Leben in Flüchtlingslagern und Notunterkünften ist besonders für kranke oder alleinstehende Frauen mit Kindern schwierig. Häufig bietet ein Flüchtlingslager nicht den Schutz, den die Frauen in ihren eigenen Häusern, Dörfern und Gemeinden hatten.  

Folgende Probleme können auftreten:  

  • schlecht beleuchtete Lager
  • ungenügender Schutz vor Eindringlingen 
  • abgelegene sanitäre Anlagen, die nicht nach Geschlechtern getrennt sind
  • lange Wege zu Wasserstellen und Plätzen mit Feuerholz

Angst vor Gewalt und sexuellen Übergriffen, Hunger und Krankheit, dem Verlust von Angehörigen und einer ungewissen Zukunft ist somit der ständige Begleiter von Frauen auf der Flucht.  

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