Staatenlose Menschen haben oft keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Ohne Ausweispapiere können sie nicht frei reisen, nicht wählen und sind auch von grundlegenden Sozialleistungen eines Staates ausgeschlossen. Staatenlose junge Menschen können selten Schulabschlüsse erwerben, zur Universität gehen oder eine angemessene Arbeit finden. Das Fehlen einer Staatsbürgerschaft bedeutet für die Betroffenen und ihre Familien in vielen Fällen ein Leben in Armut und ein Leben am Rande der Gesellschaft über Generationen hinweg.

Für Personen, die vom Bundesamt aufgrund ihrer Angaben und ggf. vorgelegter Dokumente als staatenlos geführt werden, ist nach den gesetzlichen Regelungen das Land des gewöhnlichen Aufenthalts vor Einreise in das Bundesgebiet Prüfungsmaßstab für die vom Bundesamt vorzunehmende asylrechtliche Prüfung. Hauptsächlich betrifft das aktuell kurdische bzw. palästinensische Volkszugehörige, die aus Syrien stammen. 

Dass ein Mensch staatenlos ist, kann viele Ursachen haben:
► Kinder staatenloser Eltern sind oft ebenfalls staatenlos
► Nicht in jedem Land werden Neugeborene automatisch registriert
► Löst sich ein Staat auf oder werden Gebiete abgetrennt, droht der Bevölkerung Staatenlosigkeit.
► Verlust der Papiere, durch Krieg, Chaos und Flucht
► Verlust der Staatsangehörigkeit durch Heirat, Scheidung
► Willkürliche Entziehung der Staatsbürgerschaft  

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