Menschen auf der Flucht, die versuchen, Europa zu erreichen, tun dies über den Balkan oder von Lybien aus über die zentrale Mittelmeerroute. Jahr für Jahr ertrinken Tausende von Migrant*innen im Mittelmeer oder kommen schon auf dem Weg zur Küste ums Leben. Eine effektive Seenotrettung ist noch nicht vorhanden. Nichtstaatliche Organisationen und Vereine wie z.B. Sea-Eye und Sea-Watch engagieren sich stattdessen für die Rettung von Menschenleben im Mittelmeer.

Je genauer die Kontrollen auf See werden, umso riskanter werden die Versuche, in die EU zu kommen – mit fatalen Folgen, derzeit besonders im zentralen Mittelmeer.

 
Asylsuchende,  die im vergangenen Jahr den Seeweg nach Griechenland wählten, fanden  sich häufig in überfüllten Aufnahmelagern mit langen Wartezeiten wieder.  Wer versuchte, das Meer nach Italien zu überqueren, musste damit rechnen, von der libyschen Küstenwache abgefangen und inhaftiert zu  werden. Immer mehr Menschen wählen daher die Route über das Mittelmeer nach Spanien. Die Ankunftszahlen in Italien sind 2018 deutlich gesunken. In Spanien hingegen sind die Zahlen gestiegen und in Griechenland relativ gleich geblieben.  

  • Italien: 23.400 Flüchtlinge und MigrantInnen
  • Spanien: 54.800 Menschen über See, 8.000 Menschen über Land (in den Enklaven Ceuta und Melilla)
  • Griechenland: 32.500 Flüchtlinge und Migrant*innen
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