Das Bewusstseinsrad zeigt, wie menschliche Wahrnehmung funktioniert. Wir sehen etwas und gleichzeitig interpretieren wir das Gesehene, wir urteilen darüber und handeln dann (handeln kann dabei auch bedeuten, dass man etwas nicht tut). Alle vier Schritte passieren dabei gleichzeitig. Warum ist das so?  

  • Dieser Wahrnehmungskreislauf entlastet unser Alltagsbewusstsein. Die Fülle an Informationen, die täglich auf uns einströmt, könnten wir nicht verarbeiten, wenn wir Personen und Situationen ständig neu interpretieren und bewerten müssten.
  • Unser Gehirn funktioniert dabei wie eine Sortiermaschine. Wir sortieren Informationen in schon bestehende Schubladen und Schemata ein (wir sehen ein fahrendes Objekt mit vier Reifen und ordnen dies in die Schublade „Auto“ ein). Auf diesem Wege entstehen auch Stereotype und Vorurteile.
  • Unsere Wahrnehmung ist nicht rein rational, sondern durch Gefühle beeinflusst. Insbesondere wenn wir auf ungewohntes, andersartiges Verhalten treffen, spielen Emotionen und eigene Werte (Was ist normal? Was ist üblich?) bei der Interpretation und Bewertung eine große Rolle. Sie leiten das Einsortieren in Kategorien und Schubladen und können zu Fehlannahmen über die Beweggründe unseres Gegenübers führen.


„Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind. Wir sehen sie so, wie wir sind“. (Anais Nin, Schriftstellerin)  
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