Fallbeispiel Marie

Deutsche Konvertitin / erzählt aus der Perspektive ihrer Tante 

Marie ist meine Nichte. Sie hatte es als Kind nicht leicht. Ihre Eltern haben sich getrennt, als sie 4 Jahre alt war, meine Schwester hat einige Jahre später wieder geheiratet. Mit dem neuen Mann verstand sich Marie überhaupt nicht. Meine Nichte hat noch eine jüngere Schwester. Es gab nur noch Streit zuhause, meine Schwester konnte sich nicht gegen ihren neuen Mann durchsetzen. Ich habe dann mit meiner Schwester Hilfe beim Jugendamt gesucht und wir kamen zu dem Schluss, dass es für Marie das Beste wäre, wenn sie in ein Projekt für betreutes Wohnen zieht. Da war sie 14 Jahre alt.  

Die Betreuer waren nett und sorgten für eine familiäre Stimmung. Ich glaube, Marie fühlte sich dort wohl und gut aufgehoben. Nur in der Schule lief es nicht so gut, sie schwänzte viel und ist dann nach der 9. Klasse abgegangen. Sie machte einige Praktika, aber überall flog sie wieder raus, weil sie unpünktlich war und eine große Klappe hatte. 

Mit 17 Jahren hat ihr das Jugendamt dann eine eigene Wohnung vermittelt. Das war nicht gut für sie, ihr fehlte der Halt…  

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