Einschätzung der Lesekompetenz - Die vier Alpha-Levels


Die Alpha-Kurzdiagnostik

Die Alpha-Kurzdiagnostik ist ein einfaches und schnelles Instrument zur Einschätzung von Lese- und Schreibkompetenzen. Der*die Lernende kann die Kurzdiagnostik in einer nahe gelegenen Volkshochschule durchführen lassen. Dort finden Sie auch Kurse, Beratung und andere Angebote rund um die Themen Alphabetisierung und Grundbildung.

Sollte die Kurzdiagnostik aus zeitlichen, räumlichen oder anderen Gründen nicht (sofort) möglich sein, können Sie versuchen, selbst einzuschätzen, welche Texte den*die Lernende nicht überfordern. Auf der Grundlage der LEO-Studie 2018 werden folgende Stufen der Lesefähigkeit unterschieden:


Die vier Alpha-Levels

  1. Eine Person, die in das Alpha-Level 1 eingestuft wird, kann einzelne Buchstaben erkennen und schreiben, die Wortebene wird jedoch nicht erreicht.
  2. Wenn eine Person zwar einzelne Wörter lesen und schreiben kann, jedoch keine Sätze, befindet sie sich auf Alpha-Level 2.
  3. Auf Alpha-Level 3 kann eine Person zwar einzelne Sätze lesen und schreiben, scheitert jedoch an zusammenhängenden – auch kürzeren – Texten.
  4. Personen auf Alpha-Level 4 können bei Verwendung eines alltäglichen Wortschatzes so lesen und schreiben, dass der Sinn der Texte erfasst werden kann, es kommt jedoch zu vielen Fehlern.


Wenn Sie die Lesefähigkeit einzuschätzen versuchen, fangen Sie grundsätzlich mit einem Text auf Alpha-Level 1 an. Wird dieser flüssig gelesen, wählen Sie als nächstes drei Texte auf Alpha-Level 2. Fangen Sie dabei mit dem leichteren Text an und enden mit dem schwierigsten. Innerhalb der einzelnen Alpha-Level gibt es durchaus verschiedene Lesekompetenz-Abstufungen. Werden auch die schwierigen Level 2-Texte flüssig gelesen, gehen Sie weiter zu Alpha-Level 3 und gegebenenfalls zu Alpha-Level 4 vor. Beispieltexte haben wir für Sie als pdf-Datei weiter unten auf dieser Seite hinterlegt.

Flüssiges Lesen erkennen Sie übrigens daran, dass schnell und fehlerfrei gelesen wird. Die Satzmelodie klingt beim Lesen in etwa gleich, als würde die Person frei sprechen. Beachten Sie: Auch die individuelle Sprechgeschwindigkeit entspricht in etwa der Lesegeschwindigkeit. Wer langsam spricht, liest also auch langsam.


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