Nationale Abschiebungsverbote (§ 60 V, VII S. 1 AufenthG)

Bei der Gruppe anerkannter Flüchtlinge, die in diese Kategorie fallen, gibt es keine erleichterten Bedingungen für den Familiennachzug. Der/die Ehepartner*in im Ausland muss deutsche Sprachkenntnisse (A1) nachweisen. Der Lebensunterhalt in Deutschland muss oberhalb der errechenbaren Ansprüche gemäß SGB II für die gesamte Familie durch den in Deutschland Bleibeberechtigten sichergestellt sein, einschließlich ausreichenden Wohnraums.

Zusätzlich müssen besondere humanitäre Gründe im Einzelfall für den Familiennachzug nachgewiesen werden (§ 29 III AufenthG).   

Wichtig! Der Lebensunterhalt kann auch durch eine sogenannte Verpflichtungserklärung gemäß § 68 AufenthG nachgewiesen werden. Diese kann von Einzelpersonen, aber auch von Vereinen oder Firmen bei der örtlichen Ausländerbehörde unter Verwendung eines bundeseinheitlichen Formulars abgegeben werden. Der Erklärende muss dabei seine wirtschaftliche Situation und Leistungsfähigkeit offenlegen. Diese Verpflichtungserklärungen gelten nach der Neuregelung vom 01.08.2016 zeitlich nunmehr maximal fünf Jahre und ansonsten so lange, wie sich der Aufenthaltszweck nicht ändert.

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