In der Praxis sind Lernbegleiter*innen in den meisten Fällen nicht mehr berufstätig und kommen aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten.

Jede erwachsene Person, die die deutsche Sprache in Wort und Schrift im Alltag regelgerecht anwenden kann, ist prinzipiell – nach einer Einführung und bei Bedarf mit temporärer professionellen Unterstützung – für eine Lernbegleitung geeignet.

Der berufliche Hintergrund ist im Grunde nicht ausschlaggebend. Wichtig ist insbesondere, dass die Chemie zwischen den Tandempartner*innen stimmt und die Lernbegleitung über das nötige Fingerspitzengefühl verfügt, damit das Lernen auf Augenhöhe und ohne Unter- oder Überforderung stattfinden kann.

Allerdings ist es gerade zu Beginn des Leselernprozesses wichtig, dass die Lernbegleitung über fundierte Methodenkenntnisse verfügt. Dann kann der berufliche Background doch eine Rolle spielen – wer das Lesenlernen bereits unterrichtet hat, ist durchaus im Vorteil. Für Ehrenamtliche, die hier Nachholbedarf haben, lohnt sich ürigens der Blick in unsere Lektion zum Lautleseverfahren.