Bildungsbrücken bauen – Weiterbildung für Rückkehrer*innen

In Kooperation mit zehn Volkshochschulen bundesweit setzt der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. Weiterbildungsangebote für Menschen um, die eine freiwillige Rückkehr in Betracht ziehen. Gemeinsam mit DVV International ist hier das Ziel, die Wiedereingliederung der Teilnehmenden in ihren Herkunftsländern bestmöglich zu unterstützen.

Das Pilotprojekt des Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) richtet sich an Menschen, die eine freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland in Betracht ziehen. An zehn kooperierenden Volkshochschulen (u.a. Mannheim, Speyer, Kusel, Wiesbaden, Stuttgart, Bad Segeberg und Braunschweig) bundesweit wird es Teilnehmenden möglich sein, ein vierwöchiges Weiterbildungsangebot zu besuchen. 

Ab Mitte August 2018 starten die ersten Angebote an den Volkshochschulen in Braunschweig, Mannheim, Stuttgart und dem Landkreis Bad Segeberg und werden ab Herbst 2018 auf weitere sechs Standorte ausgeweitet. Die niedrigschwelligen Kursangebote, die maximal 160 Unterrichtseinheiten umfassen, sind modular aufgebaut und können wochenweise begonnen werden. Die unterschiedlichen Weiterbildungsmodule, wie zum Beispiel Nähen, Schneidern, handwerkliches Arbeiten, werden in deutscher Sprache und in Tandems mit Lernbegleiter*innen und Coaches für die psychosoziale Betreuung abgehalten. Zu Beginn jedes Bildungsangebots wird eine ressourcenorientierte Kompetenzfeststellung durchgeführt, anhand derer die Teilnehmenden ihre Stärken erforschen und ihre Kompetenzen dokumentieren können. 

Das Kursangebot wird sich auf die Vermittlung und Vertiefung handwerklicher Fertigkeiten in verschiedenen Bereichen, grundlegende kaufmännische und betriebswirtschaftliche Weiterbildung sowie innovative Bereiche wie Umwelt- und Gesundheitsbildung und das Smartphone als Lern- und Arbeitsinstrument konzentrieren. Alle Angebote werden als Teilqualifizierungsmodule umgesetzt und eine einfache Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt. 

Die Weiterbildung richtet sich überwiegend an Menschen aus den Balkanstaaten und junge Menschen aus dem Maghreb sowie aus Afghanistan und Irak. Darüber hinaus können auch Geflüchtete, die in andere Herkunftsländer zurückkehren wollen, an der Bildungsmaßnahme teilnehmen. Die Teilnehmeransprache erfolgt über die Netzwerke der Volkshochschulen unter Einbeziehung der relevanten Flüchtlingsunterkünfte, Migrations- und Rückkehrberatungsstellen und den dort tätigen Reintegrations-Scouts der GIZ, Wohlfahrtsverbände, ehrenamtlichen Netzwerke und der zuständigen Landesstellen. 

Durch das Projekt sollen Bildungsbrücken gebaut und die nachhaltige soziale und berufliche Reintegration der Rückkehrenden in ihren Herkunftsländern unterstützt werden. Daher ist es das Anliegen des DVV die Teilnehmer*innen bereits in den Volkshochschulen in Deutschland über das in ihren Ländern bestehende Aus- und Weiterbildungsangebot zu informieren und Anknüpfungspunkte herzustellen. Das soll unter anderem über die Projekte und Netzwerke von DVV International erreicht werden. 

Weitere Informationen zum Projekt und zum Thema freiwillige Rückkehr unter return@dvv-vhs.de.


Sie haben das Pilotprojekt „Weiterbildung für Rückkehrer*innen” nun ein wenig kennengelernt. Was können Sie als Hintergrundinformationen mitnehmen?
► In diesem Pilotprojekt werden handwerkliche Fähigkeiten vertieft.
► Zielgruppe sind hautpsächlich Menschen aus den Balkan- und Maghrebstaaten, Afghanistan und Irak.
► Es wird in deutscher Sprache und in Tandems mit Lernbegleiter*innen unterrichtet.
► Es wird psychosoziale Begleitung angeboten.

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